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ADFC-Mapathon © ADFC/April Agentur

ADFC-Mapathon: Leitfaden für durch Bürger*innen geplante Radnetze vor Ort

 

Mit dem Klimapaket will die Bundesregierung für gute und geschlossene Radnetze in Deutschland sorgen. Der ADFC hat mit dem Mapathon ein Projekt entwickelt, mit dem Bürger*innen vor Ort ihre Wunsch-Radwegenetze skizzieren können.

 

Im Klimapaket der Bundesregierung heißt es, Deutschland solle gute, geschlossene Radverkehrsnetze bekommen – und damit deutlich mehr Menschen als bisher auf das Fahrrad locken.

Der Fahrradclub ADFC hat deshalb mit dem ADFC-Mapathon ein bundesweites Projekt aufgesetzt, mit dem engagierte Bürgerinnen und Bürger vor Ort für ihre Kommune ein solches Radwegenetze skizzieren können.

Der ADFC-Mapathon   

Der ADFC hat für das Projekt einen kostenlosen Leitfaden entwickelt, mit dem ein Kernteam – beispielsweise aus einer örtlichen ADFC-Gruppe oder einer lokalen Radentscheid-Gruppe – schnell anfangen kann zu arbeiten. Der Leitfaden lässt sich über die blaue Servicebox herunterladen.

Auf der Basis vorhandener Karten, Pläne, Verkehrszählungen, Verkehrsentwicklungs- und Luftreinhalteplänen sollen wichtige Quellen und Ziele des Radverkehrs identifiziert und durch ein zusammenhängendes Radwegenetz miteinander verbunden werden.

Wichtige Anforderung

  • Das Radwegenetz soll sicher und komfortabel genug sein, um Menschen aller Altersstufen zum Radfahren einzuladen.
  • Als Datenplattform schlägt der ADFC das einfach zu bedienende Programm UMap auf der Basis von OpenStreetMap vor.
  • Ergänzt wird das Handbuch durch Tipps und Materialien zur Multiplikatoren- und Öffentlichkeitsarbeit. 

Hintergrund des Projekts

Im Klimapaket der Bundesregierung heißt es: „Wir wollen geschlossene Radverkehrsnetze aus Fahrradstraßen“ und die „Umwandlung von Fahrstreifen in geschützte Radfahrstreifen“.

Zentrale Voraussetzung für beides ist die Idee eines Radverkehrsnetzes, das nicht nur sicher ist und erkennbar zum Radfahren einlädt, sondern das auch alle wichtigen Quell- und Zielorte in der Stadt miteinander verknüpft.

Für die Umsetzung des Klimapaketes hat das Bundesverkehrsministerium (BMVI) für die nächsten drei Jahre viel Geld eingeplant. Durchgänge Radverkehrsnetze – oder die Idee davon – sind bisher jedoch in kaum einer deutschen Kommune vorhanden. Das will der ADFC durch das Mapathon-Projekt ändern.

So funktioniert der ADFC-Mapathon

In einem Mapathon tragen unterschiedliche lokale Akteure ihr Wissen zusammen und führen es in ein wünschenswertes Radnetz für ihre Stadt oder Kommune zusammen. Dabei geht es nicht um die bestehende Infrastruktur, sondern um die Entwicklung eines Wunsch-Radnetzes, das es allen Einwohner*innen ermöglicht, zügig und sicher auf direktem Wege ihre Ziele zu erreichen.

Damit bietet der ADFC-Mapathon allen interessierten Bürger*innen die Möglichkeit, sich zeitlich begrenzt, aber effektiv für besseren Radverkehr vor Ort zu engagieren und sich für die Verbesserung ihrer Stadt und ihres Lebensumfeldes einzusetzen.

Ein Prozess in vier Schritten

Natürlich muss ein solcher Mapathon initiiert und vorbereitet werden. Und wenn das Radverkehrsnetz erarbeitet wurde, muss es in die breite Öffentlichkeit und in die politische Diskussion gebracht werden.

 

ADFC-Mapathon in vier Schritten
ADFC-Mapathon in vier Schritten © ADFC/April Agentur

Daraus ergeben sich vier Schritte eines ADFC-Mapathon:

  1. Aufbau einer Kerngruppe, Vorbereitung
  2. Durchführung des Mapathon
  3. Öffentliche Beteiligung und Diskussion
  4. Politische Lobbyarbeit/Öffentlichkeitsarbeit/Kampagnen

Das Ziel des ADFC-Mapathons

Das Ziel des Mapathons ist die schnelle Festlegung auf ein ideales Radverkehrsnetz vor Ort. Dieses Radnetz beruht sowohl auf den Wünschen der Bürger*innen als auch auf ihrem erfahrungsbasierten Expertenwissen. Dadurch erhält das Ergebnis eine hohe Legitimation und dient als Grundlage für zielgerichtete Gespräche mit den politisch Verantwortlichen vor Ort.

Was muss ich tun, um ein Mapathon bei mir zu starten?

Vor Ort kann jede*r die Initiative für einen Mapathon ergreifen. Der erste Schritt ist es sicherlich, Mitstreiter*innen zu suchen. Kontakt zu ADFC-Mitgliedern und Aktiven ist über den ADFC vor Ort möglich: https://www.adfc.de/ueber-den-adfc#c673.

Neben dem ADFC können auch andere zivilgesellschaftliche Gruppen Interesse am Mapathon haben, diese gilt es abzufragen. Wichtig ist der feste Kern an Mitstreiter*innen, der Verantwortung für den Gesamtprozess übernimmt. Sobald sich dieser Kern gebildet hat, können die konkreten Schritten aus dem Handbuch Mapathon angegangen werden.

Welche Rolle hat die ADFC-Bundesgeschäftsstelle?

Die ADFC-Bundesgeschäftsstelle koordiniert die zentrale Steuerung des Projektes und sorgt für eine Austauschplattform. Wer Interesse an der Austauschplattform hat, schickt eine kurze E-Mail mit dem Stichwort „Austauschplattform Mapathon“ an mapathon@adfc.de.

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Häufige Fragen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 200.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrer*innen in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Deiner Mitgliedschaft – nicht nur Einfluss auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Dich hat die ADFC-Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Du kannst, wo immer Du mit dem Fahrrad unterwegs bist, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhälst mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Informationen rund um alles, was Dich als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Du bist noch kein Mitglied?

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen. Passe Deine Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalte Dich vorhersehbar, indem Du beispielsweise Dein Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halte Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachte immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und sei nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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