Fahrradklimatest Schwerin 2020

 

Im Fahrradklimatest 2020 hat Schwerin in seiner Größenklasse 50.000 bis 100.000 Einwohner Rang 62 von 110 Städten erreicht. Mit Note 4,1 gab es eine kleine Verschlechterung gegenüber 2018.

 

FKT 2020
FKT 2020 © ADFC Schwerin

Der Radverkehr ist in aller Munde, aber auf den Straßen tut sich noch zu wenig: Der ADFC-Fahrradklima-Test 2020 zeigt, dass die Situation nach wie vor unbefriedigend ist. Knapp 230.000 Menschen haben bei der Umfrage mitgemacht und damit erneut für einen Teilnahmerekord gesorgt.

Insgesamt hält der negative Trend bei Sicherheitsgefühl, Konflikten mit Kfz sowie mangelnder Breite und Oberfläche der Radwege an. Am wichtigsten sind den Radfahrenden ein gutes Sicherheitsgefühl, die Akzeptanz von Radfahrenden durch andere Verkehrsteilnehmende sowie ein konfliktfreies Miteinander von Rad- und Autoverkehr.

Das Erlebnis auf den Straßen ist jedoch ein anderes. Es fehlen in fast allen Städten handfeste Signale für die Fahrradfreundlichkeit. Dazu kommen zu schmale Radwege und die zu geringe Kontrolle von Falschparkenden. Der ADFC betont daher erneut die dringende Forderung an die Kommunen, den Radverkehr als Problemlöser ernst zu nehmen und ihm mehr Platz im Straßenraum zu verschaffen.

Schwerin hat die Schulnote 4,1 bekommen, das ist fast das gleiche Ergebnis wie vor zwei Jahren (2018 war es 4,0). Konflikte mit Fußgängern stehen ganz oben bei den Ärgernissen, gefolgt von zu wenig Werbung fürs das Radfahren. Es wäre wünschenswert, dass Schwerin jetzt die Zeichen der Zeit erkennt und Radfahrende endlich wertschätzt und ihren Beitrag für die Verkehrswende würdigt. Dazu braucht die Stadt endlich eine zukunftsfähige Radinfrastruktur, auf der die Menschen gern fahren wollen.

 


https://schwerin.adfc.de/veroeffentlichung/fkt-2020

Häufige Fragen

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    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 200.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrer*innen in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen. Passe Deine Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalte Dich vorhersehbar, indem Du beispielsweise Dein Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halte Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachte immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und sei nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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