ADFC begrüßt Lastenradförderung

 

Der ADFC begrüßt den Vorschlag, mit Kaufprämien die Verbreitung von Lastenrädern anzukurbeln. Regionale Förderprogramme seien wegen des hohen Bedarfs schnell überbucht, aber auch die Radinfrastruktur müsse entsprechend ausgebaut werden, so der ADFC.

 

Lastenradförderung in Bayern.
Lastenradförderung in Bayern. © Lastenrad Bayern

Der ADFC bietet in vielen Städten und Regionen Lastenräder zum kostenlosen Verleih an, u. a. in Berlin, Brandenburg, Essen, Bremen, Hannover, Unna und Dachau. Ohne das Verleihangebot wären 40 Prozent der Lastenradfahrten mit dem Auto gemacht worden, das zeigt die Ausleih-Statistik des erfolgreichen Berliner Angebots „fLotte“.

Für die ADFC-Bundesgeschäftsführerin Ann-Kathrin Schneider haben Lastenräder ein großes Potenzial für die Verkehrswende. „Neben der Förderung von Lastenrad-Käufen sollte auch das Lastenrad-Sharing stärker gefördert werden“, sagt sie. Allerdings gehört dazu auch eine bessere Radinfrastruktur, denn auch der Lastenradverkehr funktioniert nur mit breiten Radwegen und entsprechenden Fahrradparkplätzen.  

Regionale Förderung reicht nicht aus

„Sie entlasten Städte und Klima. Der Vorschlag für eine Bundesförderung von Lastenrädern ist zeitgemäß und trägt dazu bei, den Menschen die Alternativen zum Auto schmackhaft zu machen“, so Ann-Kathrin Schneider und weiter: „Lastenräder sind weit davon entfernt, eine Lösung nur für Großstädte zu sein. Auch auf dem Dorf müssen Kinder zur Kita und Getränkekisten nach Hause gebracht werden.“  

Bisher gibt es Lastenrad-Förderungen vor allem auf regionaler oder Landesebene wie beispielsweise in Bayern oder Sachsen, Tübingen oder Stuttgart. Die Fördermöglichkeiten sind oft unübersichtlich und meist schnell ausgebucht oder, wie das Förderungprogramm des Bundesumweltministeriums, auf den gewerblichen Bereich beschränkt. Im Nationalen Radverkehrsplan hat die Bundesregierung den Ausbau der Förderprogramme für Lastenräder ausdrücklich angekündigt.

 


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