Fahrrad wird immer beliebter

Das Mobilitätsverhalten der Deutschen hat sich seit der Corona-Pandemie verändert. Profitiert hat vor allem das Fahrrad. Das zeigt eine Untersuchung des Allensbach-Instituts.

Grafik zeigt verschiedene Transportmittel; in der Mitte wird ein Mund-Nase-Schutz gezeigt.
Mobilitätsmonitor 2020: Hat die Corona-Krise das Mobilitätsverhalten verändert?

Der Mobilitätsmonitor 2020, eine Untersuchung des Allensbach-Instituts im Auftrag der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften, hat Einstellungen der Deutschen zu Umwelt- und Klimaschutz im Kontext der Mobilität analysiert. Demnach geht die Mehrheit der Deutschen von gravierenden Veränderungen im Mobilitätssystem aus.

Corona: Weniger Reisen, mehr Fahrrad im Alltag

Knapp die Hälfte der Befragten (48 Prozent) unternimmt in diesem Jahr weniger Reisen, 40 Prozent verzichten gänzlich auf Auslandsreisen und 39 Prozent auf Flugreisen.

Die Corona-Pandemie hat die Mobilität auch im Alltag verändert. Vor allem begeisterten sich 2020 mehr Menschen für das Fahrrad. Während die Pkw-Nutzung in 2020 im Vergleich zu Vorjahr stabil blieb, nahm die Fahrradnutzung im Alltag zu. Der Anteil der Bevölkerung, der täglich das Fahrrad nutzt, ist gegenüber 2019 von 17 auf 22 Prozent angestiegen.

Nicht nur Momentaufnahme

Die Verhaltensveränderungen könnten sich laut Allensbach-Institut zu einem gewissen Grad verstetigen. Zehn Prozent der Befragten wollen auch nach der Pandemie keine Flugreisen mehr unternehmen. Das Fahrrad hat viele Menschen überzeugt:  27 Prozent der Deutschen wollen nach der Krise weiterhin öfter mit dem Fahrrad fahren.

Der Mobilitätsradius hat sich im Krisenjahr verringert.

„Im Mobilitätsmonitor 2020 haben wir die Trends zum Stellenwert von Umwelt- und Klimaschutz fortgeführt, aber vor allem danach gefragt, ob sich das Mobilitätsverhalten der Bürgerinnen und Bürger in diesem Corona-Krisenjahr verändert hat. Bestätigt hat sich, dass der Mobilitätsradius deutlich enger geworden ist", erläutert Renate Köcher, Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach und acatech Senatorin.

Klimaschutz nach wie vor wichtig

Klimaschutz ist laut Studie fest im Bewusstsein der Bevölkerung verankert. Obwohl die politische Agenda der Bevölkerung zurzeit stark von der aktuellen Krise geprägt ist, zählen für 59 Prozent der Bevölkerung Umwelt- und Klimaschutz zu den besonders dringlichen politischen Anliegen. Eine wachsende Minderheit (von 26 auf 33 Prozent) glaubt zudem daran, dass veränderte Mobilitätsmuster und -optionen den Klimaschutz deutlich voranbringen können.


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