Fast flächendeckend Tempo 30 in Amsterdam

Seit dem 8. Dezember dürfen Autos auf 80 Prozent der Straßen in Amsterdam nur noch Tempo 30 fahren. Das soll die Zahl der Unfälle und den Lärm verringern. Auch viele deutsche Städte wollen mehr Tempo 30 einrichten, aber es gibt gesetzliche Hürden.

Amsterdam ist die erste Stadt in den Niederlanden, in der auf so vielen Straßen Tempo 30 eingeführt wird. Lediglich auf großen Durchgangsstraßen ist weiterhin 50 km/h erlaubt.

Die niederländische Hauptstadt will damit gegen das gestiegene Verkehrsaufkommen und die vielen Verkehrsunfälle vorgehen. Durch das geringere Verkehrstempo sollen Amsterdams Straßen sicherer und leiser werden.

Vorrang für Rad- und Fußverkehr

Im Zentrum Amsterdams wurden auch viele Straßen für den Autoverkehr gesperrt und zu Fuß- und Radzonen umgewidmet. Außerdem gibt es immer mehr Fahrradstraßen, auf denen Autos nur zu Gast sind und Radfahrende Vorrang haben.

Auch deutsche Städte wollen Tempo 30

Viele deutsche Städte würden gerne nach dem Amsterdamer Vorbild mehr Tempo 30 Straßen einrichten. Dafür müsste allerdings das deutsche Straßenverkehrsgesetz genauso wie die Straßenverkehrs-Ordnung reformiert werden.

Das Bundesverkehrsministerium hatte wie im Koalitionsvertrag vorgesehen einen Gesetzentwurf erarbeitet, der im Bundestag beschlossen wurde. Doch im Bundesrat scheiterte die Reform Ende November.

ADFC fordert eine schnelle Lösung

Der ADFC befürchtet weitere Verschlechterungen für die Sicherheit von Radfahrerinnen und Radfahrern und den Stillstand beim Ausbau der Radwegenetze im ganzen Land. Er fordert, dass Bund und Länder den Vermittlungsausschuss einberufen und schnell eine Lösung finden, wie die Reform noch umgesetzt werden kann.


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