Projekt misst Überholabstand in Brandenburg

 

Ein Team der TH Wildau möchte gemeinsam mit Bürger:innen das Radfahren sicherer machen. In einem Projekt überprüfen sie mithilfe von OpenBikeSensoren, ob der geltende Mindestabstand beim Überholen zwischen Fahrrad und Auto eingehalten wird.

 

Workshop-Teilnehmende basteln unter Anleitung einen OpenBikeSensor zur Messung des Überholabstands zwischen Auto und Fahrrad.
Workshop-Teilnehmende basteln unter Anleitung einen OpenBikeSensor zur Messung des Überholabstands zwischen Auto und Fahrrad. © Innovation Hub 13

Das Team des Citizen-Science-Projekts „Zu nah? – Mit Abstand mehr Sicherheit!“ des Innovation Hub 13 an der Technischen Hochschule Wildau (TH Wildau) möchte Radfahren sicherer machen. Dabei geht es ihnen darum zu untersuchen, ob der im Straßenverkehr geltende Mindestüberholabstand zwischen Auto und Fahrrad eingehalten wird. Seit der letzten Novelle schreibt die Straßenverkehrsordnung Mindestabstände von 1,5 bis 2 Metern vor.

Um das zu untersuchen, kommt der OpenBikeSensor zum Einsatz. Die Box wird am Fahrrad befestigt und misst mittels Ultraschall, wieviel Abstand überholende Fahrzeuge wirklich gehalten haben. Die gemessenen Überholungen werden aufgezeichnet und liefern Erkenntnisse darüber, an welchen Stellen besonders oft zu dicht überholt wird. Außerdem sollen die Daten für weitere Forschungszwecke ausgewertet werden, um das Radfahren sicherer zu machen und besonders kritische Orte zu identifizieren.

Datenerhebung bis 23. September

Von Mai bis Juli bauten 33 Brandenburger Bürger:innen in Wildau und Luckenwalde in jeweils zwei ganztägigen Workshops ihren eigenen OpenBikeSensor zusammen. Der OpenBikeSensor ist ein Open-Source-Projekt und wird ehrenamtlich von einer offenen Gruppe entwickelt. Die Bauanleitung steht online zum Download zur Verfügung.

Seit Juni können sich Bürger:innen die OpenBikeSensoren auch ausleihen und auf Brandenburgs Straßen bei jeder Fahrradfahrt Messdaten erheben. Die Datenerhebung läuft noch bis zum 23. September 2022.

In Kooperation mit dem ADFC Brandenburg ist ein Portal entstanden, mit dem die Überholabstandsmessungen dokumentiert und visualisiert werden können.

Mitmachen und das Projekt unterstützen

Für Kurzentschlossene gibt es am Freitag, 29.07.2022, von 14 bis 22 Uhr und Samstag, 30.07.2022, von 9 bis 14 Uhr in Cottbus noch einen Workshop, bei dem sich jeder unter Anleitung seinen eigenen OpenBikeSensor zusammenbauen kann.

Auch die Ausleihe von Sensoren ist möglich. Interessierte können sich auf https://innohub13.de/zu-nah anmelden und auf die Warteliste setzen lassen.

 


Werde ADFC-Mitglied!

Unterstütze den ADFC und die Rad-Lobby, werde Mitglied und nutze exklusive Vorteile!

  • exklusive deutschlandweite Pannenhilfe
  • exklusives Mitgliedermagazin als E-Paper
  • Rechtsschutz und Haftpflichtversicherung
  • Beratung zu rechtlichen Fragen
  • Vorteile bei vielen Kooperationspartnern
  • und vieles mehr

Dein Mitgliedsbeitrag macht den ADFC stark!

Zum Beitrittsformular
https://schwerin.adfc.de/neuigkeit/projekt-misst-ueberholabstand-in-brandenburg

Häufige Fragen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 200.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrer*innen in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

    weiterlesen

  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Deiner Mitgliedschaft – nicht nur Einfluss auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Dich hat die ADFC-Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Du kannst, wo immer Du mit dem Fahrrad unterwegs bist, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhälst mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Informationen rund um alles, was Dich als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Du bist noch kein Mitglied?

    weiterlesen

  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen. Passe Deine Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalte Dich vorhersehbar, indem Du beispielsweise Dein Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halte Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachte immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und sei nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

    weiterlesen

Bleiben Sie in Kontakt