Umfrage: Bereitschaft zum Umstieg aufs Rad auch auf dem Land groß

 

Die Ergebnisse einer KfW-Umfrage zur Verkehrswende zeigen: Auch auf dem Land können sich viele Menschen vorstellen, vom Auto aufs Rad umzusteigen, wenn die Voraussetzungen stimmen.

 

Ein junger mann schließt sein Fahrrad an einem Fahrradbügel an und schaut zu einer Straßenbahn im Hintergrund.
Die Verknüpfung von ÖPNV und Fahrrad kann auch auf dem Land helfen, den Autoverkehr zu verringern. © ADFC/lehmkuehler-fotografie.de

Die Kreditbank für Wiederaufbau (KfW) hat in einer haushaltsrepräsentativen Umfrage untersucht, wie groß die Bereitschaft von Menschen in Stadt und Land ist, häufiger öffentliche Verkehrsmittel und Fahrrad anstelle des Autos zu nutzen. Rund 4.000 Haushalte wurden befragt.

Infrastruktur ist der Schlüssel

Etwa 54 Prozent der Befragten können sich vorstellen, das Fahrrad häufiger zu nutzen, wenn eine bessere Infrastruktur wie Radwege, Leihräder und sichere und trockene Abstellplätze zur Verfügung stünden. Eine bessere Verknüpfung mit dem ÖPNV wäre für 45 Prozent ein wichtiger Anreiz.

Auch auf dem Land große Bereitschaft zum Umstieg

Die Stadtgrößen spielen dabei kaum eine Rolle: Sowohl in großen Städten als auch in kleinen Gemeinden ist die Bereitschaft zum Umstieg ähnlich groß. Das widerspricht dem häufig geäußerten Vorurteil, das Fahrrad könne bei der Verkehrswende auf dem Land keine tragende Rolle spielen – gute Infrastruktur ist auch hier ein wirksamer Anreiz, um das Auto stehen zu lassen.

Lediglich bei Menschen, die das Autos als Statussymbol betrachten, sowie bei älteren Bevölkerungsgruppen gibt es geringe Bereitschaft zum Umstieg.

 


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