Ann-Kathrin Schneider, politische Geschäftsführerin des ADFC

Ann-Kathrin Schneider, politische Geschäftsführerin des ADFC © ADFC / Deckbar

Klimaschutz: ADFC kritisiert unzureichende Maßnahmen für den Radverkehr

 

Bericht des Expertenrats Klimafragen / ADFC kritisiert unzureichende Maßnahmen für den Radverkehr

 

Der Expertenrat für Klimafragen äußert heute deutliche Kritik am Bundesverkehrsministerium zum kurzfristigen Klimaschutz-Sofortprogramm für den Verkehrssektor, der Fahrradclub ADFC bekräftigt die Kritik. Nach Einschätzung des Expertenrats kann der Ausbau des Radverkehrs gemeinsam mit dem Fußverkehr das höchste CO2-Einsparungspotenzial bringen, gleichzeitig reichen die vom Ministerium beschriebenen Maßnahmen bei Weitem nicht aus. Das fehlende Bekenntnis zu einer Reform des Straßenverkehrsgesetzes hält der Fahrradclub für den gröbsten Fehler des Programms.   

ADFC-Bundesgeschäftsführerin Ann-Kathrin Schneider sagt: „Die Bundesregierung muss jetzt endlich liefern und das ‚große‘ Klimaschutzsofortprogramm mit schnell wirksamen Maßnahmen vorlegen. Darin muss die Reform des Straßenverkehrsgesetzes eine zentrale Rolle spielen. Den Radverkehr beschreibt das Ministerium zu Recht als enorm wichtigen Hebel für die Klimaschutzziele im Verkehr. Das schnelle Wachstum des Radverkehrs wird aber nicht erreicht, indem Minister Wissing weiter auf der Bremse steht und erstmal ‚prüft‘ ob und wie eine Reform des Straßenverkehrsrechts geht. Er muss das StVG umgehend modernisieren und Klimaschutz, Umwelt- und Gesundheitsziele integrieren. Das ist schnell und kostengünstig umzusetzen und gibt den Kommunen die nötigen Gestaltungsspielräume für die Neuverteilung des Straßenraumes. Mehrere Rechtsgutachten liegen dazu vor, ebenso wie ein konkreter Gesetzentwurf des ADFC. Außerdem muss Minister Wissing die Mittel für alle Radförderprogramme erhöhen und bis 2030 verstetigen. Nur so wird das „Fahrradland“ mit durchgängigen Radwegenetzen, sicheren Kreuzungen, Radschnellwegen für Pendler und großzügigen Fahrradparkhäusern Realität.“

Hinweis an Redaktionen: Themenfotos finden Sie im blauen Medienkastenn. Den erwähnten Prüfbericht gibt es auf den Seiten des Expertenrats für Klimafragen.

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Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit über 200.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

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https://schwerin.adfc.de/pressemitteilung/bericht-des-expertenrats-klimafragen-adfc-kritisiert-fehlende-stvg-reform-6

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen. Passe Deine Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalte Dich vorhersehbar, indem Du beispielsweise Dein Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halte Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachte immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und sei nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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